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Dirofilaria immitis (Herzwürmer)

Quelle: wikipedia.org/wiki/Dirofilaria_immitis

Diese Krankheit wird von Stechmücken übertragen, die allerdings auch nur als Zwischenwirt dienen. Herzwürmer besiedeln die Arteria pulmonalis und das rechte Herz von Fleischfressern, vornehmlich von Hunden u.a. Hundeartigen.

Da die Mikrofilariendichte im Tagesverlauf schwankt, die höchste Aktivität ist in den Nachmittags- und frühen Abendstunden, sollte eine Blutabnahme so gegen 18.00 Uhr erfolgen. Danach geht die Aktivitätsrate nämlich um ca. 80-95% zurück!!

Die Stadien der Herzwürmer erfolgen in mehreren Zyklen:
Nach ca. 70-110 Tagen erreichen die Würmer, mit einer Länge von2-3cm, die Arteria pulmonalis und das rechte Herz. Frühestens 180 Tage p.i., meist aber später, sind die Parasiten geschlechtsreif. Dann setzen die Weibchen die die Mikrofilarien frei. Das Vorhandensein der Parasiten, im Röntgenbild oder Ultraschall sichtbar, erreicht 9-10 Monate nach der Infektion einen Zustand der lange Zeit beibehalten werden kann.
Bei 30-50% der Hunde fällt allerdings die Mikrofilariendichte als Folge von Immunreaktionen, die gegen die Mikrofilarien gerichtet sind, auf Werte innerhalb der Nachweisgrenze ab.
Dies geschieht plötzlich, zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt. Die Würmer können dann eine lange Zeit, die Lebensdauer beträgt bis zu 7 Jahre, so verharren.

Dirofilaria kommt in den meisten tropischen und subtropischen Zonen der Erde vor; in Oberitalien berägt die Krankheitsrate 50-80%, an der Mittelmeerküste bis nach Nordfrankreich, Mallorca >30%, Gran Canaria ca. 60%. Auch in der Südschweiz kommen ursprüngliche Infektionen  vor.
In Deutschland und Australien handelt es sich wohl um importierte Infektionen, meist durch Urlaubsreisen mit dem Hund, ca. 12,6%, sowie eingeführte Hunde, oft streunend aufgegriffene Tiere (Studie mit 229 Tieren, 19% infiziert).

Das Krankheitsbild beginnt meistens mit chronischem Husten, später entwickeln sich dann Atemnot, häufiges Erbrechen und ständige Schläfrigkeit mit Konzentrationsschwäche und Trägheit.
Bei kleinen Hunden ist das sogenannte Vena-Cava-Syndrom bekannt. Das beinhaltet Schwindel, Herzrasen und Übelkeit.

Die allgemeine Diagnose beim Hund setzt sich aus mehreren Symptomen zusammen:
- klinisches Bild mit Anamnese
- Herz- und Gefäßveränderungen über verschiedene bildgebende Verfahren
- diffuse Lungenverschattungen beim Röntgen
- Parasitenerkennung über Ultraschall
- Abhorchen und EKG liefern in fortgeschrittenen Fällen verwertbare Ergebnisse
- eine Erhöhung der Leukozyten zeigen sich nur bei 10-20% der Patienten
- bei starkem Anstieg von Mikrofilarien können dann allerdings >100 Mikrofilarien pro mm³ Blut auftreten

Die sicherste Diagnose beruht auf einem Nachweis im Blut (selten auch im Urin), sowie von zirkulierenden Antigenen im Serum.
Beide Tests sprechen ca. 5-6 Monate p.i. an.
Der Antigen-Nachweis (KNOTT-Test) ist dabei das sensitivere Verfahren. 

Quelle:
"Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin", Auflage Nov. 2012 von Deplazes/Eckert/Samson-Himmelstjerna und Zahner