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Das Kotprofil beim Hund

Wenn der Kotabsatz beim Hund gestört ist, dann sehen die meisten Besitzer es erst am Durchfall des Hundes. Doch es gibt bereits schon vorher viele Anzeichen dafür, das die Darmflora nachhaltig gestört ist.

Um einen kleinen Überblick zu geben, habe ich ein typisches großes Kotprofil beim Hund einfach einmal ausgeschlüsselt. Man sollte für so ein Profil 3 Tages Kot sammeln und an ein Labor schicken.

Hierbei wird nach Parasiten wie Giardien, Kokzidien, Spulwürmer etc. geschaut, da diese sehr die Darmschleimhaut schädigen können.
Desweiteren wird abgeklärt, welche Darmbakterien vorhanden sind:

Einige Vertreter der Darmflora produzieren verschiedene Vitamine der B-Gruppe (B1,B2,B6 und B12), Folsäure, Biotin, Niacin, Pantothensäure und auch Vitamin K.

Die Erklärung der einzelnen Bakterienstämme werden im Nachhinein aufgeführt.

1. Escheria Coli
E.Coli, obligate Flora des Dickdarms
Es trägt über die Bildung antimikrobiell wirksamer Substanzen zudem zur Kolonisationsresistenz bei. Einige E-Coli Stämme sind in der Lage Durchfälle hervorzurufen.
Das Baktierum unterstützt die Kohlenhydratverarbeitung (Maldigestion/Malabsorption), indem es die Eiweiß-Fäulnis in Energie umwandeln kann. Hierbei sollte der optimale PH-Wert bei 6,5 liegen.
Interessant ist außerdem das E.-Colie außerhalb des Darms eine große Bedeutung als Infektionserreger darstellt. Unter anderem ist durch die anatomische Nähe ein erheblicher Teil der Harnwegsinfekte darauf zurückzuführen.

2. Clostridium Perfringens
Enterotoxin
Es wird als Gasbranderreger bei Wundinfektionen gefürchtet.
Bei der Ernährung kann es durch verdorbenes Hack- und/oder Geflügelfleisch zu einer Lebensmittelvergiftung führen. Begleiterscheinungen sind hierbei Übelkeit und Durchfall, da die Clostridien bei der Versporung im Darm ein Enterotoxin bilden.

3. Clostridium Perfringens
Cuterotoxin
Es gehört zu den opportunistischen Keimen. Voraussetzung hierfür ist eine Vorabschädigung des Wirtsorganismus. Durch eine Antibiotikagabe wird den Bakterien Tor und Tür geöffnet, um seine Toxine entfalten zu können. Es kann unter Umständen zu Schleimbeimengungen im Kot kommen. Als wirksames Therapeutikum hat sich Heilerde oder Cholestyramin empfohlen. Dadurch werden die Toxine gebunden und über den Kot ausgeschieden.

4. Grampositive Keimflora

5. Gramnegative Keimflora

6. Obligat pathogene Keimflora
Hierzu wird auf a) Salmonellen und b) Shigellen untersucht. Beide gehören zu den invasiven Bakterien und können akuten Durchfall auslösen.

zu a) Salmonellen lösen meist akute Durchfälle aus. Wichtig ist hierbei neben der symptomathischenTherapie (Flüssigkeit- und Elektro lythesubstitution), nach Abklingen des Durchfalls eine Kur mit Lactulose (2 x 14 Tage). Eine Antibiotikatherapie ist, außer bei lebensbedrohlichen Situationen, kontraindiziert, da es das Ausscheiden verlängert, sowie das Entstehen von "Dauerausscheidern" gefördert werden kann. Vortelhaft sind auch weiterführende Maßnahmen wie z.B. Immunmodulation (Darmstärkung, da hier alles beginnt, sowie im Einzelfall schleimhautberuhigende Therapeutika), wie z.B. Pankreasunterstützung.

zu b) Shigellen, sie verursachen blutig-schleimigen Durchfall. Unbeachtet können sie zum Tode führen. Eine Antibiose sollte nur nach einem vorherigen Antibiogramm erfolgen.

Zu guter Letzt wird noch der PH-Wert im Kot bestimmt. Er sagt etwas über den Säuregehalt aus. Dieser wird von einigen Parametern beeinflusst, wie z.B. einseitiges eiweißreiches Futter, exokrine Pankreasinsuffizienz, Darmschleimhautentzündungen, verschieden Darmkeime etc. Er sollte optimalerweise beim Hund um 6,0 bis 6,5 liegen.

Quelle: Gero Beckmann, Andreas Rüfter "Mikroökologie des Darmes", Jhrg. 2000