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Mikroskopische Nahrungsausnutzung

So eine Nahrungsausnutzung ist ziemlich sinnvoll, vor allen Dingen wenn der Hund immer wieder massive Kotabsatzprobleme aufzeigt.

Durch eine Spezialverfärbung ist es machbar, Verdauungsrückstände im Kot des Hundes mikroskopisch nachzuweisen.
Hierbei kann man bereits erste Hinweise auf Störungen im Sinne einer Maldigestion/Malabsorption erkennen, welches aber durch weiterführende Diagnostik bestätigt werden muss. 
Zur Erklärung der beiden Begriffe:
Maldigestion bedeutet, dass ein Stoff im Verdauungssystem, genauer: im Magen oder Dünndarm nicht richtig aufgespalten und in Folge nicht richtig verdaut werden kann. Von Malabsorption ist die Rede, wenn ein Stoff nicht oder nur unzureichend in das  Verdauungssystem und in den Körper aufgenommen werden kann.

Es werden nachfolgende Verdauungsrückstände im Hundekot untersucht:
1. Muskelfasern
Vermehrter Nachweis von Muskelfasern im Kot (mittelgradig ++) bis (hochgradig +++) können auf eine mangelhafte Proteinverdauung zurückgehen. Hier sollte unbedingt die PankreasElastase1 oder des Chymotrysins bestimmt werden, da dies auf eine exkretorische Pankreasinsuffizienz hinweist. Auch eine gestörte Proteinvorverdauung im Magen (Pepsin) kann zu einem vermehrten Auftreten von Muskelfasern im Kot führen. Update: Im Kot lassen sich normalerweise nur Muskelfasern nachweisen, die durch Trypsin angedaut wurden. Außerdem sind sie normalerweise nicht oder auch nur vereinzelt nachweisbar. In hohem Grade nur bei schwerer Maldigestion.

2. Stärke
Vermehrte Stärke im Kot (++ bis +++) ist meist durch eine mangelhafte Kohlenhydratverdauung bedingt. Auch hier liegt der Verdacht einer exkretorischen Pankreasinsuffizienz vor, der unbedingt weiterverfolgt werden sollte.

3. Neutralfette

Bei einem vermehrten Nachweis (++ bis +++) kann es auf einen unzureichenden Aufschluß der Nahrungsfette beruhen. Mögliche Ursachen können hierbei:
- mangelhafte Emulgierung der Fette einer Gallensekretionsstörung
oder
- mangelhafte Sekretion von fettspaltenden Enzymen durch das Pankreas.

Kann eine Pankreasstörung ausgeschlossen werden, sollte auch eine Beteiligung der Leber in Betracht gezogen werden.

4. Fettsäuren
Vermehrter Nachweis von Fettsäuren (++ bis +++) weist auf eine Resorptionsstörung im Dünndarm hin. Mögliche Ursachen sind meistens:
- Entzündungen der Darmschleimhaut; lässt sich mit der Bestimmung von Entzündungsmarkern, z.B. PMN-Elastase erkennen.

Wenn Neutralfette und Fettsäuren nachgewiesen werden, liegt die Ursache meistens in einem Gallensäuremangel. Weitere Abklärungen sind auch hier unbedingt erforderlich.


Quelle: "Mikroökologie des Darmes", Gero Beckmann und Andreas Rüffer, Jahrgang 2000