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Diese Seite soll Anregungen bezüglich der Wichtigkeit von Vitaminen, im Zusammenhang mit der Krankheit Leishmaniose (LM), geben.

Um ersteinmal einen Einblick über das komplizierte Innenleben und das Zusammenspiel der Organe eines Hundes zu bekommen, habe ich diese Seite gefunden:

Die Enzyklopädie des Hundes

Hier wird genauestens und die einzelnen Organe und ihre Tätigkeiten erklärt. Die Bilder dazu sind ebenfalls sehr ansprechend.

Nun aber zu den Vitaminen in Bezug auf LM. Aus eigener Erfahrung habe ich festgestellt, das der Darm des LM-Hundes eine sehr große Rolle spielt, da er fast immer in einem desolaten Zustand ist. Geschädigt durch falsche Ernährung, Antibiotikagaben und unnötige Wurmkuren belastet, streikt er irgendwann komplett.

Man muss sich den gesunden Darm wie einen wunderschönen Teppich vorstellen, über den man tagtäglich läuft. Gepflegt wird er von den guten Bakterien wie z.B.
Saccharomyces carlsbergensis oder Enterococcus faecium.
Allerdings kann er durch falsches Gehen, Gekleckere mit Müll und ständiger Überbeanspruchung durch Überbelastung irgendwann sehr löcherig werden. Und durch diese Löcher haben dann die schlechten Bakterien eine Chance anzugreifen und den Teppich komplett zu zerstören. Am ehesten merkt man es an der Gewichtsabnahme des Hundes und das der Kot sehr unverdaut aussieht bzw. sogar Schleimummantelungen aufweisen kann.
Durch eine Nahrungsauswertung des Kotes (über 3 Tage zu verschiedenen Zeiten einsammeln und an ein Labor geben) bekommt man die Verdaulichkeitsstufe mitgeteilt und was Verdauungsprobleme macht. Das Ganze nennt man auch Malabsorption/Maldigestion, siehe hier zur Erklärung Laboklin . Gleichzeitig gibt ein Blutbild, incl. Folsäure und B12 Test, ein aussagefähigeres Ergebnis. Man kann natürlich auch noch weitere Vitamine testen lassen, allerdings kann man sicher sein, wenn das eine nicht ok ist, dann haben die anderen auch Defizite. Der Eisenmangel kann auch auf eine Verdauungsstörung weisen, aber hierfür gibt es leider auch andere Ursachen.
Am besten ist es sowieso einen kompetenten TA zu haben, der sich auch nicht scheut mit dem Labor ausführliche Gespräche zu führen. Denn jedes Labor hat andere Tests im Programm.

Durch Zufall bin ich auf ein sehr gutes Buch gestoßen, welches ausführlich und vor allen Dingen sehr anschaulich das Thema Hund und seine Krankheiten erklärt, siehe hier: Gaby Haag, Naturheilpraxis für Hunde

Bei Spike habe ich die oben beschriebenen Tests machen lassen und bin dann systematisch die Darmentzündung angegangen. Als erstes die schlechten Bakterien rausgeschmissen und mit den guten aufgefüllt. Zwischendurch den Harnstatus bestimmen lassen, damit sich auch unter Allopurinol keine Harnsteine bilden und dann noch eine Kräuterkur (THP) begonnen. Zusätzlich habe ich ein sehr gutes Eisen- und ein Vitamin B-Komplex-Präparat
(beinhaltet die Vitamine B1/B2/B6/B12/Biotin und Folsäure) aus der Apotheke besorgt und eine Schüssler-Salze-Kur begonnen.

Trotzdem bekam er einen Hexenschuss, da die Darmflora in direktem Zusammenhang mit den Muskeln besteht und diese durch den Vitamin B-Mangel die Defizite nicht mehr ausgleichen konnte. Muskelverspannungen sind sehr langanhaltend und dürfen auf keinen Fall mit Massagen behandelt werden. Suchen sie sich unbedingt hierzu einen TA mit geriatrischem Fachwissen!

Bis die Defizite aufgefüllt sind vergehen mehrere Monate!!!!, aber bereits nach 4 Wochen kann ich erste Veränderungen feststellen:
1. weniger Kotabsatz
2. keine Schleimbeimengungen mehr
3. frisst seit einigen Tagen nicht mehr seinen eigenen Kot und den meiner Hündin, die übrigens kerngesund ist!
4. bessere Schleimhäute (Kapillarfüllzeit)

Ich bin nach dieser Geschichte optimistisch, das wir im Februar, wenn das nächste Blutbild mit EEP ansteht, erste Erfolge verzeichnen werden. Meine Hoffnung ist dann das Verringern des Allopurinols und wieder ein Gewicht von 14,5 kg!

Fakt ist aber auch, das er lebenslang eine Unterstützung der Darmflora benötigt und vor allen Dingen regelmäßige Vitamin- B-Kontrollen über das Blutbild. Nur dann sind auch langfristige Erfolge möglich.

PS. Auch extremer Zahnstein geht einher mit evtl. Fehlernährung und einer schlechten Darmflora!

UPDATE Januar 2013: Die LM hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir mit der Darmsanierung extrem zurückgeworfen wurden. Das Immunsystem war bereits sehr nachhaltig gestört gewesen, so dass die LM die Oberhand gewinnen konnte. Weiteres dazu unter: Milteforan-Tagebuch 2013